2. Toby-Cup
Freiberg 02.05.2015


Stehend von links: Michael Schell, Christopher Schwab, Oliver Schell, Rainer Hagenlocher und Carsten Huber - davor: Uwe Luckscheiter, Volker Wagenknecht und Thomas Lindenmayer.

2. Toby-Cup in Freiberg

20 Wurfdisziplinen an einem Tag

Am 2. Mai trafen sich die Werfer der LG Freiberg um einen besonderen Wettkampf zu wiederholen, der an unseren tödlich verunglückten Vereinskamerad Tobias (Toby) Geiger erinnert und nach ihm benannt ist. Die Wurfdisziplinen waren ganz sein Ding als vor knapp 3 Jahren ein Motorradunfall diese Leidenschaft jäh beendete und ihn plötzlich und tragisch aus unserer Mitte riss. Toby, unvergessen und in unseren Gedanken noch sehr vital.

Die 20 Übungen speisen sich aus aktuellen und früheren Leichtathletik-, Rasenkraftsport-, Turn-, und Highland-Games-Disziplinen. Aus der Leichtathletik sind Kugel, Diskus Speer und Hammerwurf, aber auch das exotischere Kugelschocken rückwärts, Kugelschleudern, 200g-Wurfball (wie bei den Kindern) und das Wurfgewicht fast 16 kg. Aus dem Turnen kommt Schleuderball, Wurfkeule und Wurfstab. Vom Rasenkraftsport sind Steinstoßen 15 kg, Gewichtwerfen, Eisenschleuder 2,75 kg, einarmiges Gewichtwerfen 7,5 kg, sowie BraemerStone dazugekommen. Aus den schottischen Highland-Games und den StrongMen-Wettkämpfen wird das Programm vervollständigt um Schottenhammer, Rundgewicht 10 kg, Eisenscheibe Standwurf und Ultrastein. Der Wettkampf ist so aufgebaut, dass Wurf-Zehnkampf, Wurfpentathlon und Rasenkraftsportdreikampf darin enthalten sind. Das klingt vielleicht kompliziert, aber fast alle Disziplinen lassen sich auf 4 Grundtechniken aufbauen: dem geraden Wurf wie z.B. Speerwerfen, Stoßtechniken wie Kugelstoßen, Drehwürfe wie beim Diskus oder Kreiseltechniken wie das Hammerwerfen. Die Vereinsrekorde sind, auch durch Toby, in den letzten Jahren stetig nach oben geschraubt worden. Es gab ein paar Verbesserungen, aber Tobys Rekorde haben weiterhin bestand.

Volker Wagenknecht konnte seine eigenen LG-Rekorde im antiken Diskuswurf (5 kg-Eisenscheiben-Standwurf) von 14,94 m auf 16,26 m und mit dem BraemerStone (10kg Standstoß) von 7,93 m auf 8,54 m verbessern. Thomas Lindenmayer übertraf ebenso seinen LG-Rekord und warf den 300g Wurfstab einige cm weiter auf 54,79 m. Dazu gewann er das Ballwerfen mit 61,23 m. Seinen ersten Disziplinsieg landete Christopher Schwab überraschend mit dem fast 16 kg schweren internationalen Gewicht, das er auf tolle 8,93 m warf. Initiator Uwe Luckscheiter gewann drei Übungen: Schleuderball mit 45,83m, Kugelschocken rückwärts klar mit 12,94 m und den 30 kg schweren Ultrastein mit 3,66 m. Insgesamt kam Lugger damit auf den 5.Platz mit 8485 Pkt. Direkt vor ihn konnte sich in seinem ersten großen Wettkampf Oliver Schell mit etlichen respektablen Leistungen und Fast-Disziplinsiegen wie mit der Wurfkeule, die erst nach 51,47 m landete oder dem 43,12 m weiten Schleuderball, als vierter mit 8641 Pkt. schieben. Ebenfalls ein zweiter Rang sprang in der letzten Disziplin, dem Ultrasteinstoß für Rainer Hagenlocher mit 3,51 m heraus, der mit persönlicher Bestleistung (PB) von insgesamt 7355 Punkten den 7.Platz vor Michael Schell belegte, der ebenfalls eine PB von 6530 Punkten aufstellen konnte. Sechster wurde mit einem für seine Verhältnisse durchwachsenen Wettkampf Carsten Huber mit 8025 Pkt. Kommen wir zum Stockerl: Christopher zeigte einen Wettkampf auf insgesamt hohem Niveau und ohne Schwächen, was ihn zur PB von 8839 Pkt. auf den 3. Platz führte; auf Anhieb Rang 5 in der TobyCup-Bestenliste. Thomas knackte wieder klar die 9000er-Marke und sicherte sich den 2.Platz mit 9159 Pkt. Letztlich ungefährdet konnte Volker mit 10039 Pkt. ganz nah an seinen TobyCup-Rekord von 2013 herankommen und den verdienten Sieg 2015 mit 14 Disziplinsiegen wiederholen. Toby hätte seine helle Freude an diesem Wettkampf gehabt.

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