Kreismeisterschaften Einzel U14
Bietigheim 09.05.2015

Vier Titel bei Kreismeisterschaften U14

Eva Sperling zweifache Titelträgerin

Dort weitermachen, wo man bei den der Saisoneröffnung vor zwei Wochen aufgehört hatte, wollten die LGF-Sportlerinnen und Sportler der Klasse U14 am vergangenen Wochenende in Bietigheim. Neben der großen Motivation trug auch das nahezu perfekte Leichtathletikwetter dazu bei, dass die Erwartungen in vielen Fällen sogar noch übertroffen werden konnten. Doch der Reihe nach.

Beim Ballwerfen der Mädchen W12 (Jahrg. 2003) schafften gleich drei LGF-Mädchen den Sprung ins Finale der besten Acht. Mit 26,00 bzw. 25,50 Metern konnten sich Sophia Nägele und Marcia Wenninger die Plätze 6 und 7 sichern. Optimal verlief der Wettkampf für Eva Sperling. Jeder ihrer sechs bis zu 38 Meter weiten Würfe hätte für den Sieg gereicht und so konnte sie sich neben dem Kreismeistertitel auch über einen neuen LG-Rekord freuen, welchen sie selbst erst vor 14 Tagen aufgestellt hatte. Laura Lenzing erzielte bei ihrem ersten Wettkampf als Zehnte 24,00 Meter. Zur selben Zeit startete Jan Tomasch beim Hochsprung der M12. Leider fand er an diesem Tag nicht so richtig in den Wettbewerb und musste sich mit Rang Vier (1,15m) zufrieden geben. Besser lief es für Jan beim anschließenden 75m-Sprint. Mit 11,88 Sekunden konnte er eine persönliche Bestzeit erzielen und verpasste als Achter den Endlauf nur knapp. Im Sprint startete auch Marco Storm, der bei den M13 auf Rang Elf 12,19 Sekunden ablieferte. Vier Vorläufe bei den Mädchen W12 waren notwendig um die sechs Finalistinnen zu ermitteln. Mit Paulina Zurke (11,15 Sekunden), Eva Sperling (11,18s), Lisa Kramer (11,30s) und Aileen Starzmann (11,41s) fanden sich dort dann gleich vier Freibergerinnen wieder. Sophia Nägele als Siebte (11,43) und Alexandra Rudolph (10. / 11,73s) verdeutlichen den starken Auftritt unserer Sprinterinnen. Nina Mayer (12,26s) und Laura Lenzing (12,96s) komplettierten das tolle Mannschaftsresultat.

Das auch unsere Jungs beim Ballwerfen eine gute Figur abgeben können, bewiesen Julius Geiger, Jan Tomasch und Marco Strom. Julius konnte mit seinem letzten Versuch 41,50 Metern erzielen und konterte damit seinen schärfsten Konkurrenten, der zuvor 39,00 Meter geworfen hatte. Den Titel Kreismeister durfte auch er sich hierfür zulegen. Jan Tomasch mit seiner dritten Disziplin des Tages schaffte es auf 30,50 Meter und belegte hiermit Rang 9. Zwei Meter weiter werfen (32,50m) und einen Rang besser platzieren konnte sich Marco bei den M13.

Zu einem von vielen Höhepunkten avancierte der Weitsprung der W12. Lange Zeit konnte keine Springerin die Marke von 4 Metern übertreffen, bis im Finale eine Athletin vom Leichtathletikzentrum Ludwigsburg mit 4,04 Metern den Bann brechen konnte. Lisa Kramer hielt sofort mit 4,05 Metern dagegen und eroberte sich die Führung. Im sechsten und letzten Durchgang schaffte dann auch Paulina Zurke einen Sprung 4,04 Meter. Doch noch war die Entscheidung nicht gefallen. Eva Sperling, zwischenzeitlich auch schon bei 4,04 Metern gelandet zauberte mit ihrem letzten Versuch noch 4,24 Meter in den Sand und holte sich damit ihren zweiten Titel ab. Riesen Freude kam auf als feststand, dass mit Lisa auch die Vizemeisterin und mit Paulina auch die Vierte aus Freiberg kamen. Etwas unglücklich, weil unter ihren Möglichkeiten bleibend und so knapp am Finale der acht Besten vorbeigeschrammt waren Aileen Starzmann (9. / 3,71m) und Sophia Nägele (10. / 3,70m). Auch Nina Mayer hatte etwas Pech beim Weitsprung, waren doch alle ihre drei Versuche von starkem Gegenwind beim Anlauf beeinträchtigt. Aber auch für Nina wird es künftig wieder freudigere Wettkampftage geben.

Keine Zeit zum durchatmen blieb unseren Mädchen. Schon stand das 75m-Finale an. Bereits vier Stunden dauerte der Wettkampftag und so mache Anstrengung machte sich dann logischerweise bemerkbar. Kein Wunder also, dass absolute Topzeiten nicht mehr zu erwarten waren. Dennoch, über die Platzierungen 3 bis 6 nach einem sehr packenden Rennen freuen sich: Aileen Starzmann (11:32s), Lisa Kramer (11,35s), Eva Sperling (11,36s) und Paulina Zurke (11,46s).

Eher kleinere Starterfelder gab es bei den Hochspringerinnen. Bei den W13 nahm nun auch Dana Wagenknecht den Wettkampf auf, nachdem sie am Vormittag bereits einen Turnwettkampf bestritten hatte. Woran es lag, dass sie nach guten ersten Versuchen den Faden verlor und mit dem Anlauf nicht mehr zurecht kam bleibt unklar. Klar ist jedoch, dass Dana an einem normalen Tag deutlich höher als 1,15m springen kann und somit als Siebte unter Wert geschlagen wurde. Optimal hingegen verlief der Hochsprung für Lisa Kramer und Alexandra Rudolph. Praktisch im Gleichschritt sprangen und steigerten sie sich bis zu einer übersprungenen Höhe von 1,25 Metern, was für beide klare Bestleistung bedeutet. Leider etwas untergegangen war in diesem Moment der Weitsprung von Marco Sturm (M13). Mit 3,64 Metern verpasste er als Neunter nur um zwei Zentimeter den Endkampf, wo er mit drei weiteren Versuchen vielleicht noch den einen oder anderen Platz hätte gutmachen können.

Jetzt stand die mit Spannung erwartete 4x75m-Staffel auf dem Programm. Mit Paulina, Lisa, Eva und Dana standen bei der weiblichen U14 vier Mädels auf der Bahn, die an diesem tollen Tag schon für einige Höhepunkte gesorgt hatten. Gegen die überwiegend ältere Konkurrenz, etwas schweren Beinen und unter Umständen nicht mehr mit der letzten Konzentration ausgestattet schaffte das Quartett 45,01 Sekunden und wurde zweit-schnellstes Team. Abschluss des Tages bildeten die Läufe über 800 Meter. Aileen, bei der Staffel nicht eingesetzt um Kräfte zu sparen, warf alles in die Waagschale und versuchte den älteren Mädchen (Jahrg. 2002) im Rennen auf den Versen zu bleiben. Auch wenn dies zum Ende der ersten Runde nicht mehr ganz gelang, so wurden der Mut und die Anstrengung am Ende doch belohnt. 2:46,72 Minuten lautet die neue Bestzeit der frisch gekürten neuen Kreismeisterin über diese Strecke. Im Sog von Aileen verbesserte sich auch Marcia Wenninger deutlich und kam als Vierte mit einer Zeit von 3:02,71 Minuten der 3-Minuten-Grenze schon sehr nah.

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