Qualifikation zur Deutschen-Schüler-Mannschaftsmeisterschaft
Sindelfingen 09.07.2016

Weitere Bestleistungen am laufenden Band

Am 09.07.2016 starteten unsere U14-Mädchen zur Qualifikation um das Landesfinale im Wettbewerb zur Deutschen-Schüler-Mannschaftsmeisterschaft. Das Floschenstadion in Sindelfingen war hierzu Austragungsort und sollte sich als gutes Pflaster für unser Team erweisen. Nach mehreren kurzfristigen Ausfällen und Absagen musste das Trainerteam in einigen Disziplinen umbesetzten und man war froh, dass bei der Wettkampfausbildung und im Trainingsbetrieb der LGF immer ein großes Augenmerk auf die Vielseitigkeit der Sportlerinnen und Sportler gelegt wird. Nach der Verletzung von Lisa Kramer aus der Vorwoche und den Absagen von mehreren Mädchen während der Vorbereitungsphase, reduzierten sich die Hoffnungen auf ein optimales Mannschaftsergebnis im Vorfeld deutlich.

Aber genau aus dieser Situation schien eine Art Trotzreaktion entsprungen zu sein und so kam es, dass die Mädchen eine persönliche Bestleistung nach der anderen feiern konnten.

Nach einer etwas stockenden Anreise und überraschend frühen Stellplatzzeiten mussten die Aufwärmarbeit sowie die Wettkampfvorbereitung in Windeseile und zum Teil improvisiert absolviert werden. So, mit erhöhtem Adrenalinspiegel versehen und hoch motiviert, gelang Aileen Starzmann im Weitsprung eine Steigerung auf nunmehr 4,31 Meter. In ihrem Sog schaffte Sophia Nägele diesmal 4,21m und auch Nina Mayer sprang als Dritte im Bunde mit 3,84 m soweit wie noch nie.

Der Weitsprung der zweiten Gruppe war noch nicht beendet, da sprinteten Lisa Kramer, Aileen Starzmann und Nina Mayer schon um gute 75m-Zeiten über die Bahn. Trotz Handicap schaffte Lisa sehr gute 10,87 Sekunden. Aileen und Nina schafften mit 11,17 bzw. 11,62 Sekunden jeweils persönliche Bestleistungen.

Auch der unmittelbar anschließende Hochsprung brachte Ergebnisse mit denen man als Team durchaus konkurrenzfähig war. Dies zeigt auch ein Blick auf die Ergebnistafel, wo Alexandra Rudolph mit überquerten 1,32 m sowie Valentine Barraqué und Sophia mit jeweils übersprungenen 1,28 m verzeichnet wurden.

Nun ging es Schlag auf Schlag. Zunächst ging es darum, beim Hürdensprint über 60 Meter nicht zu viele Punkte gegenüber dem selbst gesteckten Ziel aber auch gegenüber den anderen Mannschaften zu verlieren. Eine enorme Herausforderung, wenn man berücksichtigt, dass die aus der Vorwoche angeschlagene Lisa hier ebenso wenig eingesetzt werden konnte wie zuvor schon beim Weitsprung und mit Marcia Wenninger die zweite nominierte Hürdensprinterin am Morgen wegen Krankheit kurzfristig absagen musste. In den Mittelpunkt rückten somit Martina Landt, die als "Vielstarterin" erstmals ein Hürdenrennen unter Wettkampfbedingungen absolvieren musste und die Aufgabe nach 12,25 Sekunden souverän gelöst hatte. Alexandra, eigentlich als Reserve- bzw. Bonusstarterin eingeplant stand nun in dem Wissen vor den Hürden, ebenfalls für das Team punkten zu müssen. Auch Alexandra machte die Sache gut und steuerte nach 13,20 Sekunden wertvolle Punkte für die Mannschaft bei.

Noch während die Läufe über die Hürden im Gange waren, mussten sich Martina Landt und Olivia Minier auf das Ballwerfen vorbereiten. Ungewöhnlich große Bälle sowie eine nicht unproblematische Anlaufbahn stellte alle Teilnehmerinnen vor Probleme. Nachdem an diesem Tag das Ballwerfen nicht für einen positiven Schub taugte und um sich besser auf die anstehenden 4x75m-Staffelrennen vorbereiten zu können, verzichteten beide Freibergerinnen auf ihren vierten und letzten Versuch. Während Olivia mit 31,50 m noch ihre gewohnte Leistung abrufen konnte, verließ Martina diesmal mit 28,50 m unzufrieden die Anlage.

Trotz mehrerer Umstellungen in den Staffelaufstellungen gelang hier aus unserer Sicht das Highlight des Tages. Die zweite Staffel (45,94 Sekunden) mit Svenja Wiedenmann, Nina Mayer, Olivia Minier und Valentine Barraqué sorgte mit sicheren Wechseln dafür, dass die LGF im wahrsten Sinne des Wortes "im Rennen" blieb. Mit einem nahezu perfekten Lauf schaffte unser Team 1 das Unfassbare und nie zu Erwartende: 32 Jahre(!) lang hatte der LG-Rekord über die 4x75m-Strecke der U14-Mädchen Bestand. Nun wurde er geknackt und steht jetzt bei hervorragenden 42,23 Sekunden, was wohl zu den zehn schnellsten Zeiten in Württemberg in diesem Jahr zählt. Das Quartett, welches sich diese Leistung verdient hat setzt sich wie folgt zusammen: Martina, Aileen, Sophia und Lisa.

In immer noch brütender Hitze wurde zum Abschluss gegen 17 Uhr der 800m-Lauf gestartet. Und noch einmal holten unsere Mädels alles aus sich heraus. Allen voran unser Nesthäkchen Svenja Wiedenmann. In 2:54,92 Minuten lief sie so schnell wie noch nie zuvor. Alexandra Rudolph, in ihrer dritten Übung des Tages kam mit 2:57,87 Minuten knapp an ihren "Hausrekord" heran. Als dritte Läuferin bestätigte Olivia Minier ihre derzeit hervorragende Form. Und nach dem beherzten Staffeleinsatz über 3x 800 Meter zwei Wochen zuvor, konnte Olivia diesmal eine Bestleistung von 3:01,87 Minuten aufstellen, womit sie sich um rund 15 Sekunden(!) steigern konnte.

Nach einem langen und Kräfte zehrenden Mannschaftswettbewerb um die Deutsche-Schüler-Mannschaftsmeisterschaft fiel unser Team zwar noch auf den siebenten und damit letzten Rang der Tageswertung zurück. Doch eine Enttäuschung war damit nicht verbunden – im Gegenteil. Alle zusammen, Sportlerinnen, Betreuer und Eltern können stolz auf die gezeigten Leistungen sein, mit denen man durchaus in Feld der schon lange etablierten Vereine und LGs mitmischen kann.

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