Besuch der U16 Leichtathleten in Soisy (Frankreich)
Soisy 12.-14.05.2017

Besuch der U16 Leichtathleten in Soisy (Frankreich)

Wie die Schwimmer des SGV und die Blechbläser der Jugendmusikschule - Berichte im letzten Blättle - hat sich am diesjährigen Partnerstadt-Besuch nach weit über 20 Jahren mal wieder eine Gruppe der Leichtathletengemeinschaft Freiberg in die Delegation der Stadt Freiberg gemischt. Nachdem Albrecht Hampp beim Vorbereitungsbesuch 2016 nach so vielen Jahren Pause zarte Bande zu den jetzigen Verantwortlichen der ACSAM, der Leichtathletikgemeinschaft zu der auch der Club von Soisy gehört, knüpfte, nahm die Wiederaufnahme der leichtathletischen Beziehungen aus den 80er Jahren in den letzten Monaten Gestalt an. 13 Jugendliche im Alter von etwa 14 Jahren und fünf Betreuer/Trainer, wollten den Neustart selbst in die Hand nehmen, der ein Generationensprung ist: die Schüler, Aktiven und jungen Trainer von einst, haben jetzt teilweise die eigenen Kinder im Schüleralter als Betreuer begleitet.

Gemeinsam mit den oben genannten beiden Gruppen konnten wir gerade im Bus sehr unterhaltsame, das Gruppengefüge fördernde, mind. 24 Stunden Busfahrt übers Wochenende nutzen. Überwältigt hat uns aber die Gastfreundschaft der uns eigentlich unbekannten Franzosen. Von der ersten Minute unserer stark verspäteten Ankunft vor dem Rathaus an, waren wir wohlumsorgt zu Gast bei Freunden. Die Chemie zwischen den Schülern passte trotz Sprachbarrieren genauso, wie zwischen den Betreuern. Nach dem offiziellen Empfang des Bürgermeisters von Soisy und dem begehrten "bienvenue-présent" - u.a. einer Soisy-Tasse als schönes Andenken an den Besuch, konnten wir nach minimaler Anlaufzeit einen sehr geselligen gemischten Abend auf dem Sportcampus zusammen mit den Schwimmern verbringen. Auch die Unterbringung war optimal für Sportgruppen; die Schwimmer und wir teilten uns den "dojo", die 2-teilige Kampfsporthalle, in der schon französische Olympiasieger und Weltmeister trainierten. In diesen heiligen Hallen schlugen wir die beiden Massenlager, allerdings mit sehr üppigem Platz, auf. Wir bereits berichtet, folgte nach gemeinsamem Frühstück mit den Schülern aus Soisy der Samstag in Paris, ein absolutes Highlight für viele, welche die Stadt bisher nur vom Hören oder aus dem Fernsehen kannten. Wir kamen per Seine-Boot an sehr vielen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei, eh wir ein Großgruppen-pic-nic mitten im Park vor dem Invalidendom mit allen deutschen und französischen Jugendlichen der Schwimmer, Musiker und Leichtathleten abhielten - ganz groß und lässig. Nach dem gemischten Bowlingspiel und dem festlichen Abend der gesamten Delegation in der Festhalle, über den auch letzte Woche ausführlich berichetet wurde, zogen wir uns für die letzte Nacht in Soisy wieder ins dojo zurück.

Nach einem erneut reichhaltigen, gemeinsamen Frühstück, standen 2 Stunden Freundschaftswettkampf in den Disziplinen 50m Sprint, Weit- oder Hochsprung und Speer- oder Ballwurf an. Die Jugendlichen hatten freie Wahl und es gab keinen Länderkampf, keine Mehrkampf- oder Vergleichswertung, nur erzielte Ergebnisse ohne Ranking, was sehr großen Spaß gemacht hat. Obwohl die Bedingungen für uns teilweise ungewohnt waren - der Weitsprungbalken war ca. 3m von der Grube entfernt - zeigten unsere Kids sehr ansprechende Leistungen, teilweise stellten sie persönliche Bestleistungen (PB) auf. Moritz Werner sprang das erste Mal glatt 4m weit und Jan Tomasch holte sich auch eine PB mit 4,16m, auch Dana Wagenknecht kam mit 4,12m noch relativ gut zurecht; alle anderen kämpften schwer mit der Anlage. Jan und Felix Ebert konnten dann in ihrem überhaupt ersten Speerwettkampf mit fast 20m überzeugen, und Moritz warf nochmal den 200g Ball, bzw. keite ihn naus auf bombige 53m. Ebenfalls mit dem Ball erreichte Sophia Nägele mit 34m auch ihre PB. Alle anderen trauten sich an einen Standwurf mit dem Speer und kamen dabei sehr gut zurecht. Auch unseren französischen Freunden sah man an, dass der Speer in der Alterklasse noch ein sehr frisches, wenig geübtes Wurfgerät ist. Im Hochsprung kamen sowohl Juliana Dickenbrock mit 1,35m, als auch Alexandra Rudolph mit 1,40m zu neuen PB. Letztlich war der Wettkampf nicht so wichtig, eher ein gemischtes Training, denn auch dabei ging es mehr um Kontakte knüpfen und gemeinsam Sport treiben. Nach duschen und essen mit Ehrungen und Geschenken hieß es langsam Abschied nehmen, denn unser sensationeller Busfahrer Nico lud schon ein. Trotz der kurzen Zeit und der neuen Kontakte war der Abschied nicht so leicht, denn die überwältigende Gastfreundschaft, das savoir vivre unserer Freunde hat uns begeistert und überwältigt und einen neuen Anfang gesetzt. Der Gegenbesuch ist verabredet für 2018 und wir wollen ihn nutzen, um eine französische Leichtigruppe zu empfangen und ihnen ähnlich unvergessliche Tage gestalten - auch wenn die Latte dafür sehr hoch liegt.

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